"Einstmals lebte in Nordindien ein gewisser König. Der sagte zu seinen Dienern: Lasset alle Blindgeborenen der Stadt an einem Ort zusammenkommen. Als dies geschah, liess er einen Elefanten vorführen. Die einen liess er den Kopf betasten mit den Worten:
so ist ein Elefant. Andere das Ohr oder den Stosszahn, den Rüssel, den Rumpf, den Fuss, das Hinterteil, den Schwanz, die Schwanzhaare. Dann fragte er: Wie ist ein Elefant beschaffen?
Da sagen die, welche den Kopf betastet hatten: er ist wie ein Topf,
die das Ohr betastet hatten: wie ein geflochtener Korb zum Schwingen des Getreides, die den Stosszahn betastet hatten: wie eine Pflugstange, die den Rumpf betastet hatten: wie ein Speicher,
die den Fuss betastet hatten: wie ein Pfeiler, die das Hinterteil betastet hatten: wie ein Mörser, die den Schwanz betastet hatten: wie eine Mörserkeule, die die Schwanzhaare habe betastet hatten: wie ein Besen. Und mit dem Ruf: der Elefant ist so und nicht so schlugen sie sich gegenseitig mit den Fäusten zum Ergötzen des Königs." Parabel von den Blinden und dem Elefanten, buddhistischer Kanon (Udana 6,4)
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